Wer bin ich eigentlich?
Shownotes
In dieser Folge von Mindful Healing to Go erzähle ich dir von meinem eigenen Weg durch die vielen Rollen, die ich im Laufe meines Lebens übernommen habe – als Ehefrau, Mutter, Freundin, Tochter oder Kollegin. Lange Zeit gaben mir diese Rollen Halt und Sicherheit. Doch irgendwann habe ich gespürt, dass sie mich mehr erschöpfen als erfüllen. Ich teile mit dir, wie schwer es mir fiel, diese alten Muster loszulassen, warum ich so lange daran festhielt und wie ich Schritt für Schritt begonnen habe, meine Grenzen zu erkennen, ehrlicher zu mir selbst zu sein und endlich zu fragen: Wer bin ich wirklich – ohne Maske, ohne Rolle? Vielleicht erkennst du dich in meinen Erfahrungen wieder. Ich möchte dich ermutigen, hinzuschauen, dich von Rollen zu lösen, die dir nicht mehr gut tun, und deinen ganz eigenen, ehrlichen und freien Weg zu gehen.
Mehr über mich und meine Arbeit findest du hier.
Transkript anzeigen
00:00:00: Namaste und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Healing to Go.
00:00:06: Dein Podcast rund um Körpergeist und Herz und wie diese unzertrennlich miteinander verbunden sind.
00:00:13: Mein Name ist Patricia und es ist so so schön, dass du heute da bist.
00:00:21: Wer bin ich eigentlich wirklich?
00:00:26: Ich bin auf der einen Seite die Ehefrau, die Mutter, die Freundin, die Tochter, die Chefin, ich bin alles.
00:00:37: Ist es denn nicht so, dass wir alle in so vielen Rollen verhaftet sind, die wir zum Teil selbst erschaffen haben und zum Teil einfach irgendwann auf unserem Weg übernommen haben, die vielleicht in irgendeiner Form uns quasi übergestülpt wurden, die sich gut angefühlt haben und die man dann so weitergelebt hat.
00:01:07: Und irgendwie ist es einfach unglaublich schwer, sich von diesen Rollen zu lösen.
00:01:13: Denn in diesen Rollen finden wir einfach auch so eine gewisse Orientierung und befüllen uns sicher und erfahren auch eine gewisse Zugehörigkeit.
00:01:22: Und letztendlich geht es doch darum, oder?
00:01:26: Zugehörigkeit, gleich Sicherheit.
00:01:29: Wir alle wollen Teil einer Gemeinschaft sein, gemocht, geliebt und respektiert werden.
00:01:34: Doch was ist denn eigentlich, wenn der Preis für diese vermeintliche Sicherheit am Ende viel zu hoch ist?
00:01:41: Was wenn diese Rollen, die wir uns vielleicht schon in der Kindheit zugelegt haben, im weiteren Verlauf, wenn wir dreißig, vierzig oder älter sind oder vielleicht auch schon viel eher gar nicht mehr zu uns passen?
00:01:57: Aber wir sehen einfach weiterspielen.
00:02:00: Zu Beginn merken wir gar nicht, dass wir daraus gebachsen sind und verstehen irgendwie nicht, warum wir uns so erschöpft und gereizt fühlen, so ausgebrannt, so, ja, manchmal auch irgendwie benutzt.
00:02:16: Und immer wieder werden wir damit konfrontiert.
00:02:20: Unser Umfeld handelt und agiert mit uns auf die immer gleiche Art und Weise.
00:02:28: Aber wir merken, manchmal schleichen, manchmal auch plötzlich, dass wir davon genervt sind und keine Energie mehr haben, diese Rollen zu bedienen.
00:02:38: Ich kann von mir sagen, ich war als Kind immer schön lieb und angepasst.
00:02:45: Ich habe alles getan, damit ich auf der emotionalen Ebene möglichst das bekam, was ich brauchte und mir wünschte.
00:02:52: Aufmerksamkeit und Liebe.
00:02:55: Immer schön von der besten Seite zeigen.
00:02:58: wenn die gesellschaftliche Situation es erforderte.
00:03:02: Immer hilfsbereit, ordentlich, fleißig.
00:03:06: Und dieses Bild, das in dieser Zeit entstanden ist, das gab es überall.
00:03:12: Zu Hause, in der Schule, unter Freunden beim Sport, immer und überall.
00:03:19: Zwar still und er, introvertiert, aber gemocht.
00:03:25: Das war ich.
00:03:26: Nie rumgejammert, immer durchgezogen, gesagt, getan und bloß niemandem zur Last fallen.
00:03:33: Dieses Gemachtwerden waren ein bisschen wie eine Sucht.
00:03:37: Ich übersah dabei nur eine ganz, ganz wichtige Sache.
00:03:43: Nämlich mich.
00:03:45: Ich wurde nie gefragt, wie es mir geht oder mich Hilfe benötige.
00:03:49: Warum auch?
00:03:50: Die kommt klar, die hat alles im Griff.
00:03:52: Die macht das schon.
00:03:54: Und dieser ganze Mist breitete sich immer mehr in alle Bereiche meines Lebens aus.
00:04:03: Und das Leben dank dem Gesetz der Anziehung lieferte mir einfach immer mehr dieser Situation, die mir das Gefühl gaben, es sei doch gut, noch eine Schüppe oben drauf zu packen.
00:04:15: Ein Schüppchen dessen, was meine Strategie des Umgangs mit mir und anderen bestätigte.
00:04:21: Ich wurde trauriger und merkte, dass ich irgendwie immer mehr geben musste.
00:04:28: Um dieses gute Gefühl, was ich dadurch bekam, aufrecht zu erhalten, so ein bisschen wie so ein Junkie auf Droge.
00:04:41: Niemand, nicht meine Eltern, noch meine Freunde, konnten überhaupt erkennen, wie es mir wirklich geht.
00:04:48: Was alles wirklich los war in mir und mit mir.
00:04:51: Es gab so viele Dinge, die mir geschehen sind.
00:04:56: die vorgefallen sind, die das Leben mir aus heutiger Sicht eigentlich sehr offensichtlich als Einladung des Wiederwortes geschickt hat.
00:05:08: Ereignisse und Beziehungen, in denen ich eigentlich hätte nein sagen müssen, um Hilfe bitten müssen.
00:05:17: Aber wenn ich das getan hätte, dann wäre mein Selbstbild und damit natürlich auch das, wie mein Umfeld mich wahrnimmt, zusammengebrochen.
00:05:28: Und damit hätte ich mich unsicher gefühlt und sehr verletzlich und vielleicht, ja, allein.
00:05:37: Also weiter lächeln, weiter stark tun und weiter nichts anmerken lassen.
00:05:44: Das konnte ich.
00:05:46: Viele Menschen waren um mich, aber niemand wirklich da für mich.
00:05:51: Nicht meine Eltern, nicht meine Freunde.
00:05:55: Schuld.
00:05:56: Ich weiß gar nicht... Ob das Wort Schuld hier angebracht ist, aber ich nutze es jetzt mal.
00:06:02: Schuld an dieser ganzen Situation hatte letztendlich nur ich.
00:06:08: Oder besser vielleicht, ich ganz allein trage die Verantwortung für dieses ganze Theater im wahrsten Sinne des Wortes.
00:06:21: Dieses Theater, in dem ich so unendlich viele Rollen bediente, aus denen ich einfach rausgewachsen war, die gar nicht zu mir passten und die vor allem auch gar nicht gesund war.
00:06:39: Und so, so viele Dinge mussten geschehen, bis ich begriffen habe, dass ich das so nicht mehr kann, dass ich am Limit bin und dass es endlich Zeit ist, das alles loszulassen und mich so zu zeigen, wie ich bin.
00:06:57: Mehr für mich.
00:06:58: einzustehen.
00:07:00: Für das, was ich unter all diesem bin und auch was mir gut tut und was ich gerne möchte.
00:07:09: Mit all dem, was an mir und in mir schön ist und auch den Dingen, die eben nicht glänzen, die die einfach hässlich sind.
00:07:17: Mit all meinen Schwächen, meinen Ängsten, meinen Unzulänglichkeiten.
00:07:22: Und bis heute ist das eine Herausforderung für mich, diesen Weg zu gehen.
00:07:27: für mich einzustehen.
00:07:30: Nicht in alte Muster zu verfallen.
00:07:32: Mit der Gefahr, dass man mich vielleicht nicht mag.
00:07:37: Mit der Gefahr, vielleicht alleine zu sein.
00:07:40: Mit der Gefahr, ja, vielleicht auch Menschen ein wenig vor den Kopf zu stoßen.
00:07:48: Ich begann mehr und mehr zu erforschen, wer ich wirklich bin und was ich wirklich will.
00:07:56: In ganz kleinen Schritten begann ich ehrlich zu sagen, was ich unternehmen möchte, anstatt mich einfach immer danach zu richten, was die anderen wollen.
00:08:10: In kleinen Schritten begann ich klar und deutlich zu sagen, ich habe keine Ahnung, wenn jemand mich zu einem Thema etwas fragte, von dem ich keine Ahnung hatte, anstatt rum zu eiern und mir irgendwas dass ich vielleicht gut anhörte, aus den Fingern zu saugen.
00:08:30: Ich lernte und, ja, lerne es bis heute, nein zu sagen, wenn ich nein meine und dementsprechend zu handeln, wenn jemand versucht, diese Grenze nicht zu akzeptieren.
00:08:46: Ich habe konsequent begonnen, mich Gesprächen über Menschen, die nicht mit am Tisch sitzen.
00:08:55: und über die haltlos und grundlos nur aus Neid oder Dummheit negativ gesprochen wird, nicht mehr anzuschließen.
00:09:04: Vielmehr noch.
00:09:06: Ich habe begonnen zu hinterfragen.
00:09:09: Ich habe begonnen die Meinung derer zu hinterfragen, die urteilen und versuche nicht das zu sagen, was vielleicht gerade von mir erwartet wird, sondern eine andere Perspektive aufzuzeigen.
00:09:25: einzunehmen und sie auch zu verbalisieren.
00:09:30: Und mittlerweile ist es tatsächlich so, dass ich förmlich nach Situationen und Möglichkeiten suche, um zu lernen.
00:09:42: Um zu lernen, meine Rollen immer mehr zu verlassen, keine Rollen mehr zu spielen, sondern wirklich meine Meinung und meine Wahrheit zu sprechen.
00:09:55: und zu leben.
00:09:56: Und wenn du dich jetzt fragst, gelingt es mir immer?
00:10:00: Nein.
00:10:02: Wird es besser?
00:10:04: Ja.
00:10:06: Ich gestehe mir selbst mehr Schwäche zu und ich nutze jede Gelegenheit, um mehr über mich zu erfahren, indem ich mir selbst unbequeme Fragen stelle.
00:10:20: und ich übe mich darin, meine Grenzen immer mehr zu erkennen und sie auszuloten.
00:10:26: meine Kräfte besser einzuschätzen.
00:10:28: Und vor allem traue ich mich heute auch mal, wirklich einen Schritt zurückzugehen und mir selber einzugestehen.
00:10:36: Ich habe mich geirrt.
00:10:38: Ich muss meinen Weg korrigieren.
00:10:40: Und, wisst ihr was, es tut nicht mal weh.
00:10:44: Es ist so befreiend und es ist ein Prozess, den wir lernen dürfen, uns zu lösen aus alten Rollen, die uns vielleicht wirklich lange gedient haben, die auch ihren Sinn hatten.
00:11:01: Heute aber dafür sorgen, dass wir ausbrennen.
00:11:05: Und ich beschreibe es immer so wie, dass wir in so ein Gefühl kommen, als würden wir in uns zusammenfallen.
00:11:15: Die Freude am Leben verlieren und zweifeln und immer mehr versuchen.
00:11:21: dieses Auseinanderbrechen irgendwie zu kompensieren, indem wir im Außen immer nach mehr Erfolg, nach mehr Besitz, nach Schönheit, was auch immer suchen und das werden wir dort aber niemals finden.
00:11:39: Nicht mit einer Million auf dem Konto und nicht mit der größten Firma und auch nicht, wenn wir unseren Körper und unser Gesicht optimieren, wie es besser nicht geht.
00:11:48: Wir werden das im Außen nicht kompensieren können und finden.
00:11:55: Ich glaube, dass nur die Ehrlichkeit uns selbst gegenüber und auch den Menschen gegenüber oder vor allem auch den Menschen gegenüber, die uns am Herzen legen, dass nur diese Ehrlichkeit uns auf einen Weg führt, der sich tatsächlich leicht und freier fühlen kann.
00:12:18: Der Schlüssel ist das Fühlen und Durchleben unangenehmer Emotionen, uns selber auszuhalten, ohne Ablenkung, ohne es schön zu reden oder zu leugnen, durchatmen, wahrnehmen, beobachten.
00:12:36: Was wollen meine Gefühle mir sagen?
00:12:38: Wer will ich sein?
00:12:41: Und dann dürfen wir uns entwickeln zu diesen Menschen, mit denen rollen die zu uns passen, mit denen wir in Resonanz gehen, und wenn jemandem das nicht gefällt, und das wird garantiert passieren, dann wird auf Unverständnis und Widerstand stoßen, denn andere haben ja von diesen Rollen auch profitiert.
00:13:13: Und genau diese Menschen, die von den Rollen, die dich oder mich ausgebrannt haben, die unsere Energie geraubt haben, werden auch die sein, die uns dann vielleicht nicht mehr gut gesungen sind.
00:13:31: Und es ist okay.
00:13:33: Die Dinge verändern sich.
00:13:36: Und es ist gut, wenn sie sich verändern.
00:13:39: Und es ist gut, wenn wir mitgehen, diese Veränderung.
00:13:44: Wenn wir diesen Prozess ja nicht nur aushalten, sondern wirklich bewusst gehen, um eben dann auf einen Weg zu kommen, der sich einfach so immer ehrlicher, immer klarer und ja auch irgendwie leichter und freier anfühlt.
00:14:07: Ich hoffe, dass wenn du dich jetzt angesprochen fühlst und vielleicht, ich gerade da so ein Nerv getroffen habe, wo du vielleicht jetzt merkst, okay, da sind solche Rollen, die ich immer noch irgendwie bediene, die mir schon lange nicht mehr gut tun, dann wünsche ich dir, ja, den Mut hinzugucken und für dich einzustehen.
00:14:35: Dein Weg zu gehen.
00:14:37: Ich glaube immer fest daran, das Leben ist für uns.
00:14:41: Und wenn wir es schaffen, mutig weiterzugehen, ehrlich und immer die Dinge, die wir tun, achtsam und so auch so ein bisschen hört sich immer so ein bisschen spirituell an, aber so aus dem Herzen, aus der Liebe heraus, ja, also auch dann mit den Menschen, die sich vielleicht davon angegriffen oder getriggert fühlen oder die uns dann mit uns in den Widerstand gehen, wenn wir denen trotzdem dann mit Liebe und vielleicht auch Verständnis begegnen, ja, dann können wir endlich auf einen Weg kommen, der sich freien fühlt.
00:15:27: Denn es geht ja überhaupt nicht darum, dass wir andere Menschen, die mit uns interagieren, in der Form, wie wir immer mit ihnen interagiert haben, irgendwie die Schulter vergeben, sondern ganz im Gegenteil, wir machen uns ja bewusst, das ist meine Rolle und das ist in meiner Verantwortung.
00:15:47: Und wer gehen diesen neuen Weg ja gar nicht um den vollen Kopf zu stoßen oder um sie zu verletzen, sondern um einen Schritt näher zu der Beantwortung der Frage zu kommen, wer bin ich?
00:16:02: Und warum bin ich eigentlich hier und was will ich denn hier?
00:16:06: Und deswegen dürfen wir diesen Weg gehen.
00:16:11: Und ich wünsche dir, wenn du dich hier angesprochen fühlst, dass auch du den Weg gehen kannst.
00:16:19: In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag, Abend, wenn du noch immer diesen Podcast hörst.
00:16:28: Ich wünsche dir gute Gedanken und eine gute Energie für alles Weitere.
00:16:34: Das war's für heute von Mindful Healing to Go.
00:16:38: Wenn es dir gefallen hat, freue ich mich, wenn du mir folgst und eine Bewertung darlässt.
00:16:44: Alle Links, die du genötigst, wenn du mit mir in Kontakt treten möchtest, findest du in den Show Notes.
00:16:49: Ich hoffe, wir sehen und hören uns wieder.
00:16:52: Von Herzen, Patricia.
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